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Pflegekraft Anfragen

Welche Kosten übernimmt die Pflegekasse bei der „24-Stunden-Pflege“?

Können wir uns eine polnische Pflegekraft von Vitanas für die „24-Stunden-Pflege“ überhaupt leisten? Das ist eine der meistgestellten Fragen von Angehörigen einer pflege- oder betreuungsbedürftigen Person, die verständlicherweise von entscheidender Bedeutung ist.

Um diese Frage zu beantworten, ist es wichtig, sich nicht nur am Angebotspreis zu orientieren, sondern die effektiven monatlichen Kosten zu betrachten, bei denen die vom Gesetzgeber vorgesehenen finanziellen Entlastungen mit eingerechnet werden. Neben einkommensabhängigen Steuervorteilen sind dies vor allem die Geldleistungen der gesetzlichen oder privaten Pflegekassen. Diese übernehmen die Leistungen zwar in der Regel nicht direkt, es gibt aber verschiedene Zuschüsse, mit denen sich die monatlichen Kosten der „24-Stunden-Pflege“ deutlich reduzieren lassen. Hierzu gehören das Pflegegeld, die Budgets für die Verhinderungspflege oder Kurzzeitpflege und der sogenannte Entlastungsbetrag.

Inhaltsverzeichnis

Wer hat Anspruch auf eine Kostenübernahme durch die Pflegekasse?

Jede in Deutschland krankenversicherte Person ist automatisch auch pflegeversichert und hat Anspruch auf die Leistungen seiner Pflegekasse, sofern die Voraussetzungen nach dem XI. Sozialgesetzbuch erfüllt sind und der Versicherte die Leistungen beantragt. Grundlage für alle Leistungen und Zuschüsse der Pflegekasse ist der jeweilige Pflegegrad in den Stufen 1 bis 5.

Zur Feststellung des Pflegegrades wird die pflege- oder betreuungsbedürftige Person durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MEDICPROOF bei privat Versicherten) nach definierten Kriterien auf körperliche und geistige Beeinträchtigungen überprüft. Je nach festgestelltem Pflegegrad ergeben sich danach die Ansprüche gegenüber der Pflegekasse in Form von unterschiedlichen Geld- und Sachleistungen. Dabei kommen insbesondere die folgenden Leistungen zur Finanzierung einer Vitanas-Pflegekraft für die häusliche „24-Stunden-Pflege“ in Frage.

Kostenübernahme Pflegekasse

1. Pflegegeld

Die finanzielle Entlastung durch das monatliche Pflegegeld bewegt sich für die Pflegegrade 2 bis 5 zwischen 316 und 901 Euro und ist an eine regelmäßige Pflegeberatung durch eine offiziell anerkannte Pflegefachkraft vor Ort gebunden. Für die Pflegegrade 2 und 3 findet diese alle 6 Monate statt, bei den Pflegegraden 4 und 5 alle 3 Monate. Bei einer Einstufung in Pflegegrad 1 besteht kein Anspruch auf Pflegegeld.

2. Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege

Die häusliche Pflege nimmt viel Kraft und Zeit in Anspruch und ist für jede Pflegekraft, insbesondere im Rahmen der „24-Stunden-Pflege“, eine anstrengende und herausfordernde Tätigkeit. Deshalb steht zu Erholungszwecken für die Vertretung der Pflegekraft ein eigenes Jahresbudget zur Verfügung. Die Budgethöhe der sogenannten Verhinderungspflege für die Pflegegrade 2 bis 5 beträgt für eine professionelle Pflegekraft jeweils 1.612 Euro jährlich und kann insgesamt für die Dauer von bis zu 6 Wochen oder 42 Tage im Jahr beansprucht werden.

3. Entlastungsbetrag

Der sogenannte Entlastungsbetrag beträgt bei allen Pflegegraden 125 Euro im Monat und soll helfen, die Pflege zu Hause zu erleichtern. Damit können unter anderem Haushaltshilfen, Tages- und Nachtpflege, Alltagsbegleitungen oder Betreuungsleistungen in Anspruch genommen werden. Der Entlastungsbetrag ist im Gegensatz zum Pflegegeld oder der Verhinderungspflege als sogenannte Sachleistung zweckgebunden und erfolgt im Rahmen der Leistungserstattung von anerkannten Dienstleistern. Wer als solcher zur Abrechnung mit der Pflegekasse zugelassen wird, ist allerdings je nach Bundesland unterschiedlich. Mehr dazu finden Sie hier.

Sie haben Fragen?
Wir beraten Sie gerne unter:

040 468958180

Ihre Dagmar Haverkamp

Welche Kosten übernimmt die Pflegekasse darüber hinaus?

Pflegesachleistungen und Verbesserungen des Wohnumfelds

Neben den bereits aufgeführten Geldleistungen der Pflegekassen, die sich idealerweise zur Refinanzierung der „24-Stunden-Pflege“ eignen, gibt es darüber hinaus noch weitere Leistungen, die ergänzend zur Verbesserung Ihrer häuslichen Pflegesituation beitragen können. Dazu zählen beispielsweise sämtliche Pflegesachleistungen im Rahmen der medizinischen Behandlungspflege durch anerkannte ambulante Pflegedienste sowie finanzielle Zuschüsse bei der Verbesserung des Wohnumfeldes, zum Beispiel für pflegegerechte Umbaumaßnahmen im Bad oder Treppenhaus. Ziel dabei ist es immer, Barrieren im bestehenden Wohnumfeld zur reduzieren, das Sturzrisiko zu senken und die Pflege im eigenen zu Hause insgesamt zu erleichtern. Weitergehende Informationen dazu erhalten Sie unter anderem bei Ihrer Pflegekasse.

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